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Wo übernachten in Kopenhagen: Der Stadtteil-Guide

Kopenhagen ist klein genug, dass man von fast jedem zentralen Viertel aus die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder mit dem Rad erreicht. Die Wahl des Stadtteils hängt deshalb weniger von der Entfernung ab als vom gewünschten Tempo und der Zielgruppe der Reise. Hier ein Überblick über die relevantesten Viertel. Wer noch nicht weiß, was überhaupt auf dem Programm stehen soll: unsere Liste der zehn besten Sehenswürdigkeiten ist ein guter Ausgangspunkt.

Indre By: Die Altstadt für Erstbesucher

Wer zum ersten Mal in Kopenhagen ist und alles in Gehdistanz haben möchte, liegt in der Altstadt richtig. Schloss Amalienborg, Nyhavn, Tivoli und Strøget sind alle innerhalb weniger Minuten erreichbar. Der Nachteil: Als begehrtestes Viertel der Stadt sind Hotels hier spürbar teurer als anderswo, und im Sommer wird es touristisch dicht.

Vesterbro: Trendig und lebendig

Direkt hinter dem Hauptbahnhof gelegen, hat sich Vesterbro vom früheren Rotlichtviertel zu einem der angesagtesten Stadtteile Kopenhagens gewandelt — 2017 zählte Lonely Planet es zu den zehn coolsten Vierteln der Welt. Das Kødbyen (Meatpacking District) mit seinen Bars, Galerien und Restaurants liegt hier, ebenso die Nähe zu Tivoli. Für Reisende, die Nachtleben und kurze Wege zum Zentrum schätzen, eine gute Wahl. Wer Ruhe sucht, sollte eher ausweichen. Wer mit Kindern hier isst, findet in unserer Restaurantauswahl mehrere Adressen genau in diesem Viertel.

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Bild: Kristoffer Trolle from Copenhagen, Denmark, Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Nørrebro: Multikulturell und noch nicht durchtouristifiziert

Nördlich der Altstadt gelegen, ist Nørrebro das vielleicht authentischste der zentralen Viertel — geprägt von Studenten, Künstlern, jungen Familien und einer großen Vielfalt an Kulturen. Die Unterkünfte sind hier oft günstiger als in Indre By oder Vesterbro, bei ähnlich guter Anbindung. Auf dem Assistens Friedhof liegt übrigens das Grab von Hans Christian Andersen — ein ruhiger, fast parkähnlicher Ort mitten im pulsierenden Viertel.

Østerbro: Ruhig und familienfreundlich

Wer mit Kindern reist, findet in Østerbro das passende Umfeld: ruhige Straßen, viel Grün rund um den Fælledpark, einen der größten Parks der Stadt, und eine nachbarschaftliche statt touristische Atmosphäre. Die Anbindung ans Zentrum ist gut, ohne dass man mitten im Trubel wohnt.

Christianshavn: Ruhig und wasserreich

Dieses Viertel mit seinen Kanälen hat einen fast holländischen Charakter und liegt direkt neben Christiania. Für Paare oder Reisende, die eine ruhigere, aber trotzdem zentrale Lage schätzen, eine unterschätzte Option — auch preislich oft günstiger als die Altstadt selbst.

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Bild: Christian Blache, Wikimedia Commons (Public domain)

Frederiksberg: Lokal und gehoben

Offiziell eine eigenständige Kommune innerhalb der Stadt, wirkt Frederiksberg gediegener und weniger touristisch als die Nachbarviertel. Wer das lokale Alltagsleben abseits der Touristenströme erleben möchte, ist hier richtig — die Wege ins Zentrum sind trotzdem kurz.

Fazit: Welches Viertel für wen

  • Erstbesucher, alles zu Fuß: Indre By
  • Nachtleben und Trendszene: Vesterbro
  • Preisbewusst, authentisch: Nørrebro
  • Familien mit Kindern: Østerbro oder Frederiksberg
  • Ruhig, aber zentral: Christianshavn

Ein praktischer Hinweis vorab: Kopenhagen ist keine große Stadt. Selbst wer sich für ein „falsches“ Viertel entscheidet, ist meist nur zehn bis fünfzehn Radminuten von allem entfernt, was man sehen möchte. Die Entscheidung ist also eher eine Frage der Atmosphäre als der Logistik.

Bild: Tony Webster, Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

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