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Die besten Familienrestaurants in Kopenhagen

Kopenhagen gilt zu Recht als eine der besten Restaurantstädte der Welt — aber die meisten dieser Auszeichnungen beziehen sich auf Sterneküche, die für Familien mit Kindern weder bezahlbar noch praktikabel ist. Dieser Guide sammelt Adressen, bei denen niemand schief schaut, wenn ein Kind laut wird oder die Hälfte der Pommes auf dem Boden landet.

Reffen: Street Food mit Platz zum Toben

Reffen ist der größte Street-Food-Markt Skandinaviens, auf einer ehemaligen Werftfläche am Wasser gelegen. Wer den alten Markt auf Papirøen kennt: Das ist derselbe — er zog 2017 von dort nach Refshaleøen um und heißt seitdem Reffen. Mehrere Dutzend Stände bieten von dänischem bis vietnamesischem Essen praktisch alles, was Kinder und Erwachsene gleichermaßen mögen. Der Vorteil gegenüber klassischen Restaurants: Es gibt viel Platz zum Sitzen und Laufen, niemand muss stillsitzen, und jedes Familienmitglied kann sich etwas anderes aussuchen. Wichtiger als die Uhrzeit ist die Saison: Hauptbetrieb ist von Mitte März bis Ende September, im Oktober folgt eine Halloween-Saison, und seit 2025/26 hat Reffen erstmals auch im Winter geöffnet — dann mit Eislaufbahn statt vollem Foodtruck-Betrieb. Wer im Winter kommt, sollte vorher auf der Website nachsehen. Im Sommer sind Wochenenden voll, unter der Woche ist es deutlich entspannter. Wer nach dem Essen noch Sightseeing einplant: unsere Liste der zehn besten Kopenhagener Sehenswürdigkeiten hilft bei der Reihenfolge.

Sporvejen Burger Bar: Klein, laut, kinderfreundlich

Diese winzige Burgerbar am Gråbrødretorv ist im Stil eines alten Straßenbahnwagens eingerichtet — daher der Name: sporvej heißt auf Dänisch Straßenbahn. Bis 1972 fuhren sie durch Kopenhagen. Der Laden ist bewusst leger gehalten. Die Burger gelten als einige der besten der Stadt, die Preise sind für Kopenhagener Verhältnisse vernünftig, und die Lautstärke im Laden bedeutet: Ein quengelndes Kind fällt hier nicht auf.

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Bild: Turaids, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Bobe: Bib Gourmand mit ausdrücklich familienfreundlichem Label

Am hübschen Gråbrødretorv im Zentrum gelegen, führt der bekannte dänische Koch Bo Bech dieses Bistro, das einen Bib Gourmand trägt — die Michelin-Auszeichnung für gutes Essen zu vernünftigen Preisen. Die Küche ist ausgesprochen gemüsebetont; wer Kinder dabei hat, die ausschließlich Fleisch essen, sollte vorher einen Blick in die Karte werfen. Reservierung empfiehlt sich, besonders an Wochenenden.

Mother: Pizza im Meatpacking District

Im trendigen Kødbyen-Viertel gelegen, wird Mother oft als beste Pizzeria Kopenhagens gehandelt. Die Atmosphäre ist laut und ungezwungen, genau richtig für Familien. An Wochenenden können die Wartezeiten auf über eine Stunde steigen — am besten unter der Woche oder mittags hingehen. Wer öfter im Vesterbro/Kødbyen-Umfeld unterwegs sein will: unser Guide zu den Kopenhagener Stadtvierteln ordnet ein, wie sich die Gegend anfühlt.

Gabrielle: Französisch, aber ohne steife Etikette

In der Nähe des Rathauses gelegen, verbindet dieses Bistro klassische französische Küche mit einer entspannten, vollen Atmosphäre, in der Kinder nicht auffallen. Gerichte wie Zwiebelsuppe oder Steak Tartare sind auch für etwas ältere Kinder eine gute Einführung in die französische Küche.

Hotdog-Stände: Der unterschätzte Klassiker

Die überall in der Innenstadt zu findenden Pølsevogne (Hotdog-Wagen) sind mehr als eine Notlösung. Sie gehören zur dänischen Esskultur, sind schnell, günstig und bei Kindern fast ausnahmslos beliebt. Ein günstiger Weg, zwischen zwei Sehenswürdigkeiten eine Pause einzulegen, ohne den Tagesrhythmus zu unterbrechen.

Praktische Hinweise für Familien

Restaurants in Dänemark sind grundsätzlich kinderfreundlicher eingestellt, als viele deutsche Familien erwarten — Hochstühle sind Standard, und Kellner reagieren gelassen auf Unruhe am Tisch. Reservierungen lohnen sich bei den etwas gehobeneren Adressen (Bobe, Gabrielle) fast immer, besonders am Wochenende. Bei Street-Food-Märkten und Burgerbars ist das nicht nötig. Sporvejen und Bobe liegen übrigens beide am Gråbrødretorv, wenige Hausnummern auseinander — praktisch, wenn die Meinungen in der Familie auseinandergehen.

Wer das Budget im Blick behalten will: Mittagsmenüs sind in Kopenhagen häufig deutlich günstiger als Abendessen bei identischer Küche — ein Grund, die Hauptmahlzeit des Tages nach vorne zu verlegen.

Bild: Leif Jørgensen, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

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